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Polen-Verunreinigung: Trinkwasser in Neißeaue muss abgekocht werden

"Ein weiterer Fall von Polen-Verunreinigung betrifft die Gemeinde Neißeaue in Deutschland: Trinkwasser muss abgekocht werden, weil es nach polnischem Wasserwerk stammt, das bereits gechlort wurde, um Koli-Bakterien zu bekämpfen, die möglicherweise gesundheitsschädlich sind, und dennoch nicht vollständig ausgeschlossen werden konnten. Betroffen sind mehrere Orte an der deutsch-polnischen Grenze im Landkreis Görlitz, von denen einige bereits vorher auf eine Verunreinigung gewarnt wurden. Die Gemeinde arbeitet eng mit den Stadtwerken in Penzig und dem Görlitzer Gesundheitsamt zusammen, um die Situation zu lösen."

Trinkwasser-Verunreinigung in Neißeaue: Polen ist wieder betroffen

Die Gemeinde Neißeaue in Deutschland musste nach einem weiteren Fall von Polen-Verunreinigung das Trinkwasser abkochen lassen. Mehrere Orte an der deutsch-polnischen Grenze im Landkreis Görlitz sind von einer Verunreinigung des Trinkwassers in Polen betroffen.

Der Grund für die Verunreinigung ist nach eigenen Angaben die Anwesenheit von Koli-Bakterien, nicht jedoch die gesundheitsgefährdenden E-Koli-Bakterien. Als erste Maßnahme wird das Wasser aus dem polnischen Wasserwerk nun gechlort, um die Koli-Bakterien zu bekämpfen.

Die Gemeinde Neißeaue arbeitet eng mit den Stadtwerken in Penzig und dem Görlitzer Gesundheitsamt zusammen, um die Situation zu lösen. Der Bürgermeister der Gemeinde, Per Wiesner, gab auf Nachfrage von MDR SACHSEN eine Teil-Entwarnung.

Die Verunreinigung hat bereits vorher durch die Integrierte Rettungsleitstelle Ostsachsen per Nina-Warn-App für den Bereich östlich von Zentendorf, Zodel und Deschka gewarnt worden.

Mehr Wissen Koli-Bakterien sind eine Art von Bakterium, das in der Umwelt vorkommt und normalerweise keine gesundheitlichen Auswirkungen hat. E-Koli-Bakterien (Enterokokken) jedoch können bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder anderen Gesundheitsproblemen zu schweren Infektionen führen.

Fakten

  • Trinkwasser aus Polen muss in Gemeinde Neißeaue abgekocht werden
  • Mehrere Orte an der deutsch-polnischen Grenze im Landkreis Görlitz sind von einer Verunreinigung des Trinkwassers in Polen betroffen.
  • Die Integrierte Rettungsleitstelle Ostsachsen hatte per Nina-Warn-App für den Bereich östlich von Zentendorf, Zodel und Deschka davor gewarnt.
  • Entgegen ersten Informationen werden einige Ortschaften der Gemeinde Neißeaue mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk in Penzig in Polen versorgt.
  • Der Bürgermeister der Gemeinde Neißeaue, Per Wiesner (parteilos), gab auf Nachfrage von MDR SACHSEN eine Teil-Entwarnung.
  • So müsse zwar das Trinkwasser noch abgekocht werden. Für alle weiteren Verwendungen, wie Duschen oder Wäschewaschen, sei das jedoch nicht nötig.
  • Die Gemeinde Neißeaue steht nach eigenen Angaben im Austausch mit den Stadtwerken im polnischen Penzig und dem Görlitzer Gesundheitsamt.
  • Grund der Verunreinigung seien demnach Koli-Bakterien, nicht die gesundheitsgefährdenden E-Koli-Bakterien.
  • Als erste Maßnahme werde das Wasser aus dem polnischen Wasserwerk nun gechlort.
  • Die Ursache der Verunreinigung stehe noch nicht fest.
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