Wirtschaftliche Herausforderungen und neue Chancen in Sachsen: Streiks, Unternehmensschließungen und innovative Geschäftsmodelle
In Sachsen stehen die Menschen vor großen Herausforderungen: Warnstreiks im öffentlichen Dienst sorgen für Unsicherheit im Nahverkehr, während Mitarbeiter von Wacker um ihre Stellen bangen. Doch es gibt auch Hoffnung: Heike und Matthias Quendt wagen nach schwierigen Jahren einen Neuanfang und setzen auf gesunde Snacks. Gleichzeitig tut sich in der Urlaubs- und Freizeitbranche viel, und das geplante Glaskompetenzzentrum bringt neue Perspektiven für die Ausbildung von Fachkräften. Trotz der vielen Unsicherheiten gibt es Geschichten wie die von Ahmadov Vusal, der nach seiner Flucht aus der Ukraine in Görlitz eine neue Heimat findet und mit einem türkischen Imbisswagen die lokale Küche bereichert. Sachsen bleibt ein Ort voller Möglichkeiten und Herausforderungen, wo Menschen durch Kreativität und Entschlossenheit zusammenkommen.
Die Verteilungskämpfe im öffentlichen Dienst in Deutschland nehmen zu, und die daraus resultierenden Warnstreiks werden am Freitag und Samstag auch in Sachsen den öffentlichen Nahverkehr lahmlegen. Die Chefökonomin der „Welt“ kritisiert die Gewerkschaft Verdi scharf und bezeichnet die Streiks als Schikane gegen die Bürger. Während Beschäftigte beim Automobil-Entwicklungsdienstleister IAV und beim Chemieriesen Wacker in Nünchritz von den Streiks ausgeschlossen sind, bleibt die Situation bei Wacker angespannt. Das Unternehmen plant bis Ende 2027 den Abbau von insgesamt 1.500 Stellen, wovon unklar ist, wie viele in Sachsen betroffen sind. Die Unruhe unter den Mitarbeitern wächst, da eine kürzlich durchgeführte Betriebsversammlung keine neuen Informationen brachte.
In der Zwischenzeit gibt es jedoch auch positive Nachrichten aus Sachsen. Das Ehepaar Heike und Matthias Quendt hat nach schwierigen Jahren den Mut gefunden, ein neues Kapitel in der Nähe von Leipzig aufzuschlagen, nachdem sie ihr Familienunternehmen Dr. Quendt aufgrund fehlender Nachfrage nach gesunden Bio-Snacks verkaufen mussten. Trotz der Herausforderungen ist das Unternehmerpaar optimistisch, dass ihre neuen Hülsenfrüchte-Snacks erfolgreich sein werden. In diesem Kontext entstand im Mühlenareal Lerchenhof in Jesewitz ein Dienstleistungszentrum, das die Liebe zu Biolebensmitteln vereint.
An anderer Stelle in Sachsen behauptet sich die Urlaubs- und Freizeitbranche trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf hohem Niveau. Im vergangenen Jahr wurden rund 19,7 Millionen Übernachtungen verzeichnet, und die Entwicklungsschwerpunkte für 2026 umfassen den Radtourismus, Kulinarik, Wandern sowie Kur- und Erholungsangebote. In den kommenden Jahren soll auf dem Fichtelberg eine neue Mountainbike-Strecke entstehen, und es laufen Gespräche über eine grenzüberschreitende Bäder-Radroute in Sachsen, Thüringen und Bayern.
Die wirtschaftliche Lage in Sachsen wird jedoch auch durch die Insolvenz zahlreicher kleiner und mittelständischer Unternehmen belastet. Die auf Schwertransporte spezialisierte KSS GmbH in Leipzig-Lindenthal hat Insolvenz angemeldet und sucht nach neuen Investoren. Auch die DSG Werkzeug- und Metallbau GmbH ist von den aktuellen wirtschaftlichen Problemen betroffen und hat Insolvenz anmelden müssen.
In Leipzig sind rund 107.700 Menschen täglich zur Arbeit pendelnd, was zeigt, dass ein erheblicher Teil der Beschäftigten aus der Umgebung kommt. Auffällig ist, dass die Zahl der Pendler erstmals seit Jahren stagniert, was auf eine geringere Dynamik am Arbeitsmarkt hindeuten könnte.
Positiv bleibt zu vermerken, dass das geplante Glaskompetenzzentrum in Torgau im Frühjahr den Bau starten soll. Dieses Vorhaben wird als Leuchtturm für die Glas-, Keramik- und Baustoffindustrie dienen und soll die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sichern.
Ein lokales Schicksal wird von Ahmadov Vusal erzählt, der aus der Ukraine geflohen ist und sich in Görlitz mit einem türkischen Imbisswagen selbstständig macht. Auf dem Wochenmarkt bietet er traditionelle Speisen wie Tantuni und Kumpir an und integriert sich so in die sächsische Gemeinschaft.
Insgesamt zeigt sich, dass Sachsen sowohl mit großen Herausforderungen als auch mit vielversprechenden Ansätzen konfrontiert ist, die es zu bewältigen gilt.
Fakten
- Sachsen ist ein Bundesland in Deutschland.
- Die Verteilungskämpfe werden härter und Warnstreiks legen Freitag und Samstag den öffentlichen Nahverkehr deutschlandweit lahm, auch in Sachsen.
- Die Chefökonomin der „Welt“ findet, dass die Gewerkschaft Verdi mit ihren Streiks im öffentlichen Dienst die Bürger schikaniert.
- Die Beschäftigten beim Automobil-Entwicklungsdienstleister IAV oder beim Chemieriesen Wacker in Nünchritz können nicht streiken.
- Wacker plant, bis Ende 2027 insgesamt 1.500 Stellen abzubauen, wie viel davon in Sachsen ist ungewiss.
- Die Unruhe wächst und die Betriebsversammlung brachte nicht mehr Klarheit.
- Das Ehepaar Heike und Matthias Quendt hat schwierige Jahre hinter sich, findet aber immer wieder die Kraft, Neues zu wagen.
- 2014 mussten sie das Familienunternehmen Dr. Quendt verkaufen.
- Für ihre gesunden Bio-Snacks gab es zu wenig Nachfrage.
- Sie waren gezwungen, letztes Jahr das Bistro in Dresden schließen.
- Jetzt startet das Unternehmerpaar im Leipziger Land neu.
- Die Urlaubs- und Freizeitbranche in Sachsen behauptet sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf hohem Niveau.
- Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 19,7 Millionen Übernachtungen und fast acht Millionen Ankünfte gezählt.
- Die Entwicklungsschwerpunkte für 2026 sind Radtourismus, Kulinarik, Wandern sowie Kur- und Erholungsangebote.
- Auf dem Fichtelberg soll eine neue Mountainbike-Strecke entstehen.
- Die Gespräche zu einer grenzüberschreitenden Bäder-Radroute in Sachsen, Thüringen und Bayern laufen.
- Drohender Stellenabbau: Wacker-Mitarbeiter weiter im Ungewissen.
- Die Konzernleitung von Wacker hatte Ende November 2025 mitgeteilt, dass das international agierende und an der Börse notierte Unternehmen bis Ende 2027 mehr als 1500 Stellen abbauen will – primär in Deutschland.
- Von einer Betriebsversammlung hatten sich die Nünchritzer Mitarbeiter nun konkrete Aussagen erhofft, wurden aber enttäuscht.
- Der Vorstand habe lediglich die schon bekannten Informationen, Schlagworte und Zahlen vorgetragen, heißt es.
- Offen bleibt ein Zeitpunkt, ab wann Mitarbeiter mit konkreten Informationen rechnen können.
- Beide Seiten verhandeln im sogenannten Konzernwirtschaftsausschuss miteinander über die Details.
- Ausländer arbeiten in Sachsen oft in Industrie und Logistik, weniger in der Pflege.
- Neue Zahlen belegen, dass Sachsens Betriebe zunehmend auf ausländische Arbeitskräfte setzen.
- Im bundesweiten Vergleich fällt das Wachstum im Freistaat und in anderen ostdeutschen Ländern deutlich stärker aus als im Westen.
- Allerdings ist dort das Ausgangsniveau auch wesentlich höher.
- In den vergangenen fünf Jahren wuchs der Anteil der sächsischen Firmen, die mindestens einen Arbeitnehmer mit ausländischem Pass beschäftigen, deutlich, und zwar um ein Drittel.
- Jedes vierte Unternehmen im Freistaat beschäftigt demnach mindestens eine ausländische Arbeitskraft.
- Ihr Name ist eng mit Dresdner Christstollen verbunden.
- Jetzt starten Heike und Matthias Quendt nach Rückschlägen neu durch – in der Nähe von Leipzig.
- Ihr Haus an der Talsperre Malter bei Dresden mussten sie verkaufen, um Verbindlichkeiten zu bezahlen.
- Sie sind trotzdem davon überzeugt, dass ihre entwickelten Hülsenfrüchte-Snacks zum Erfolg werden.
- Im Mühlenareal Lerchenhof in Jesewitz hat sich ein Dienstleistungszentrum gegründet, dessen Mitstreiter die Liebe zu Biolebensmitteln vereint.
- „Wir finden, dass wir mit unseren Produkten gut hierherpassen“, sagt Matthias Quendt.
- Künftig werden die Quendts aber mehrere wirtschaftliche Standbeine haben.
- Lars Seiffert ist Personalvorstand des Versorgers Sachsen-Energie und der Dresdner Verkehrsbetriebe – und will Hyrox-Weltmeister werden.
- Die Sportart verbindet schnelle Läufe und Kraftsport.
- So viel Leidenschaft und Aufopferung für seinen Sport bleiben nicht ohne Aufsehen.
- Beide Unternehmen, denen Seiffert vorsteht, kämpfen mit extremen Herausforderungen.
- Passt da ein solcher Vorstand noch ins Konzept? „Das kam am Anfang durch die Blume: Der hat doch nur seinen Sport im Kopf.“
- Sagt Seiffert.
- Er begann als Kriegsreporter, prägte Sachsen in der Ära Biedenkopf und stieg zum Chef der sächsischen Staatskanzlei auf.
- Nun ist Michael Sagurna nach schwerer Krankheit in Dresden gestorben.
- Sagurna galt in den Biedenkopf-Jahren als einer der wichtigsten Strippenzieher, gern und besonders effektiv primär hinter den Kulissen.
- In den frühen Jahren des noch jungen Freistaats nach dem Mauerfall hielt Sagurna die Fäden hinter Biedenkopf geschickt zusammen, managte die Kommunikationsarbeit der Landesregierung und war so eine treibende Kraft in den schwierigen ersten Aufbau-Jahren.
- Die auf Schwertransporte spezialisierte Spedition KSS GmbH in Leipzig-Lindenthal ist zahlungsunfähig und versucht deshalb, sich mit einer Insolvenz zu sanieren.
- Der gerichtlich eingesetzte vorläufige Verwalter und Jurist Rüdiger Bauch von der Wirtschaftskanzlei Schultze & Braun teilte mit, er suche gemeinsam mit Firmenchef Felix Steinhardt nach neuen Investoren für das Unternehmen.
- Gründe für die Firmenkrise seien „ein unerwarteter Umsatzrückgang im Dezember 2025 sowie große Preissteigerungen bei Material und Betriebsmitteln“ gewesen.
- Weitere News aus den Unternehmen Sie gehören zu den touristischen Attraktionen in Sachsen: die Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz und der Zwinger in Dresden.
- Das Lucas Group hat die Planung, Konstruktion, Fertigung und Montage des Geländers auf der neuen Bastei-Aussichtsplattform umgesetzt.
- „Das war für uns eine besondere Herausforderung“, sagt Sebastian Lucas-Delaval, neben seiner Schwester Stephanie Lucas Geschäftsführer des Unternehmens.
- Die gesamte deutsche Wirtschaft steckt in der Krise.
- Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen schlittern in die Insolvenz.
- Auch die DSG Werkzeug- und Metallbau GmbH mit Sitz in Obergurig ist davon betroffen.
- Ende Januar wurde für das 1995 gegründete Unternehmen das Insolvenzverfahren eröffnet.
- Krisenbedingt habe es seit geraumer Zeit nur noch ein Drittel der früher üblichen Aufträge gegeben, heißt es.
- Die Bäckerei Pfützner mit dem Stammhaus in Schmiedeberg beschäftigt 50 Mitarbeiter.
- Seit 20 Jahren betreibt sie eine Filiale in Oberhäslich und seit vielen Jahren eine weitere in der Keplerstraße in Dresden-Reick.
- Chef Konrad Pfützner hat nun 70.000 Euro investiert, um in seiner Filiale in Oberhäslich die gleichen Bedingungen wie im Stammhaus in Schmiedeberg zu schaffen.
- Mit einem erweiterten Frühstücksangebot hofft er dort auf neue Kundschaft – und die Rückkehr früherer Erfolge.
- Rund 107.700 Menschen pendeln täglich nach Leipzig zur Arbeit, während etwa 76.700 Einwohner auspendeln.
- Damit übt rund jeden dritten Job in der Messestadt ein Beschäftigter von außerhalb aus.
- Das geht aus neuen Zahlen der Agentur für Arbeit hervor.
- Auffällig ist, dass erstmals seit Jahren die Zahl der Pendler nicht steigt, sondern stagniert.
- Bei der Arbeitsagentur will man nicht von einem Trendbruch sprechen. Vielmehr handelt es sich um eine „statistische Momentaufnahme“.
- Nach mehreren Jahren deutlichen Wachstums zeige sich am Leipziger Arbeitsmarkt derzeit eine spürbar geringere Dynamik.
- Der seit Langem geplante Bau des Glaskompetenzzentrums in Torgau soll im Frühjahr starten.
- Das teilt das Landratsamt auf Nachfrage mit.
- Das früher auch GlasLab genannte Vorhaben soll weit über die Region hinaus als Leuchtturm erstrahlen.
- Es soll die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften für die Glas-, Keramik- und Baustoffindustrie sichern und der diesbezüglichen Forschung dienen.
- Deshalb wird das Gebäude Labore, Werkstätten und Seminarräume vereinen.
- Ende 2027 sollen die im ersten Bauabschnitt fertiggestellten Gebäude in Betrieb genommen werden.
- Endlich mal wieder jemanden im ‚echten‘ Leben kennenlernen, nicht auf Social Media oder über Dating-Apps – das wünschen sich viele.
- Auch Cindy Pohl ist davon überzeugt.
- Deshalb hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Alexander Pohl, Chef des gleichnamigen Rewe-Markts in Leipzig, eine besondere Aktion gestartet: pinkfarbene Einkaufskörbe für Singles.
- Die Idee: Alleinstehende können sie nutzen und signalisieren damit, dass sie bereit sind, angesprochen zu werden.
- Einkaufskorb statt Facebook-Beziehungsstatus, sozusagen.
- Bankangestellter aus der Ukraine macht sich in Görlitz mit türkischem Imbisswagen selbstständig
- Ahmadov Vusal lebte in Kiew, musste von dort vor dem russischen Angriffskrieg fliehen und ist nun Görlitzer.
- Auf dem Wochenmarkt bietet er Tantuni und Kumpir an.
- Das ist seine Geschichte.
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